Gelesen in der Regionalzeitung - Schelle verkündet Maximalresultat

    Mit packenden Ideen versucht Rolf Imhof, "sein" Nationalturnen attraktiv rüberzubringen. Der neuste Event ist der "Schällä" - Wettkampf mit für die Turnhalle angepassten Vornotendisziplinen.

    Die leichtathletischen Hallenwettkämpfe in Sissach und Liestal sind Vorbilder gewesen. Wieso nicht auch ein Hallenmehrkampf für die Nationalturner? Rolf Imhof aus Maisprach hat mit sechs Disziplinen aus dem Vornotenprogramm einen Hallenwettkampf entwickelt. Auf Ringen und Schwingen wird verzichtet: << Obwohl die Buben doch noch gerne miteinander kämpfen würden>>, meint Imhof mit einem schelmischen Lächeln. Auch normale Jugendriegler, die bisher noch keine Berührung mit Ringen oder Schwingen hatten, sollen zu diesem neu geschaffenen, vielseitigen Wettkampf motiviert werden. Der Nationalturnverband und Imhof erwarten gegen einhundert Wettkämpfer.

    Zur Auswahl stehen die Disziplinen Medizinballstossen, Steinheben, Hochweitsprung, Dreier- oder Fünferhupf, Pendellauf und Bodenturnen. Die Aktiven und die 14- bis 22- Jährigen in den drei Leistungsklassen bestreiten fünf dieser sechs Disziplinen. Die Athleten der drei Nachwuchskategorien können aus dem Programm sogar zwei Teile streichen. Mit der Möglichkeit, die spezifischen Nationalturnerdisziplinen Steinheben und die spezifische Bodenturnübung streichen zu können, ist auch für Leichtathleten oder einen unspezifisch trainierenden Jugendriegler ein Spitzenresultat möglich. Kurzentschlossenen können sich bis 15 Minuten vor Wettkampfbeginn anmelden. 70 sind bereits angemeldet.

    Imhof ist der Baselbieter „Mister Nationalturnen“ schlechthin. Immer wieder unternimmt er Aktionen, um mehr Burschen und Jugendliche für seinen Sport zu begeistern. Er ist überzeugt, dass die Sporttrainings junger Athleten vermehrt vielseitig sein sollten. Etwa so wie das Vornotenprogramm aus leichtathletischen, gymnastischen und nationalturnerischen Übungen. Der Maispracher lanciert immer wieder – auch nach x-fachen Rücktritten – Aktivitäten, um sein unter chronischem Teilnehmermangel leidendes Nationalturnen bekannter zu machen. Packende Ideen sollen umgesetzt werden, fordert er. Am Hallenwettkampf wird seine 1985 am Eidgenössischen Ringertag gewonnene Kuhschelle aufgehängt sein, die jeder mit einer erzielten Maximalnote als Belohnung ertönen lassen darf.


    Regionalzeitung - Markus Graf, 02.02.2018
      Bilder:
      Die besagte Kuhschelle im Bericht von Markus Graf, welche bei einer Maximalnote ertönt.
      Schelle als Preis.